Wittenberge anna Elbe.

In Wittenberge gibt es das Fahrzeuginstandhaltungswerk der DB, einer der wenigen verbliebenen großen Betriebe, nachdem das Nähmaschinenwerk, die Ölmühle und das Zellstoffwerk wegvereinigt wurden. Damit ging ein Bevölkerungsschwund von 2% pro Jahr seit 1990 einher. Heute leben immerhin (noch!) mehr Menschen dort als 1900.  Die Lage macht es den Wittenberger*innen einfach, schnell wegzukommen – Wittenberge liegt jeweils etwa auf der Häfte der Zugverbindungen Berlin – Hamburg und Rostock – Magdeburg. Ob es diese infrastrukturell günstige Anbindung ist, die urbane Subkulturform des Graffiti in die Stadt gespült hat – oder ob sich die verbliebenen Wittenberger*innen einfach so gelangweilt haben und Graffiti in dieser Einöde des ehemaligen Grenzstreifens unabhängig vom Graffiti-Boom der großen Metropolen daran gemacht haben, ihre Wände zu bemalen, wissen wir auch  nicht.

Aber immer noch tausendmal besser, als, wie unlängst die – mittlerweile aufgelösten – Freien Kräfte Prignitz, Anschlagspläne auf jene auszuhecken, die zuwandern. Vergrabt euch doch im märkischen Sand, Scheißfaschos!

     

2 Antworten

  1. irgendwie beruhigend, dass es graffiti echt überall gibt sagt:

    Die Ufos sind Geil.
    Sind halt so richtig klassische KIDS-graffiti, sommerferien flair pur.

  2. Dirk sagt:

    Ich weiß nicht wieso ich euch so hasse, Fahrradfahrer dieser Stadt.
    Ich weiß, ich bin alleine und ich find sogar cool!
    Ihr demonstriert Verbrüderung.

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