Manchmal möchte man einfach nur einen Tiger zeichnen vielleicht für ein Kinderbuch, eine Geburtstagskarte oder einfach nur zum Spaß. Aber wie fängt man an, ohne sich von der Komplexität der Anatomie abschrecken zu lassen? Keine Sorge! In diesem Artikel zeige ich dir, wie du mit ein paar einfachen Tricks und einer Schritt-für-Schritt-Anleitung ganz leicht einen erkennbaren und ansprechenden Tiger zeichnest. Dieser Leitfaden richtet sich speziell an Anfänger und Kinder, damit jeder schnell Erfolgserlebnisse hat und Freude am Zeichnen findet.
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Einfach einen Tiger zeichnen die wichtigsten Tipps für Anfänger
- Beginne mit einfachen geometrischen Formen wie Kreisen und Ovalen für Kopf und Körper.
- Nutze Hilfslinien zur präzisen Platzierung von Augen, Nase und Maul.
- Die charakteristischen Tigerstreifen müssen nicht perfekt sein; lass sie der Körperform folgen.
- Verwende Bleistift für die Vorzeichnung, Fineliner für Konturen und Buntstifte zum Ausmalen.
- Der Kawaii-Stil mit großen Augen und vereinfachtem Körperbau ist besonders anfängerfreundlich.

Warum jeder einen einfachen Tiger zeichnen kann auch du!
Vergiss komplizierte Anatomie: Unser einfacher Ansatz mit Grundformen
Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass der Gedanke an anatomische Korrektheit beim Zeichnen eines Tieres einschüchternd wirken kann. Doch für einen einfachen, aber dennoch erkennbaren Tiger ist das gar nicht nötig! Mein Ansatz basiert darauf, die Grundstruktur des Tigers mit ganz einfachen geometrischen Formen zu erfassen. Stell dir den Körper als ein großes Oval vor und den Kopf als einen kleineren Kreis, der leicht überlappt. Aus diesen wenigen Grundformen entwickeln wir dann Schritt für Schritt den gesamten Tiger. Das macht das Zeichnen zugänglich, selbst wenn du bisher wenig Erfahrung hast. Es geht darum, die Essenz des Tigers einzufangen, nicht um jedes einzelne Haar.
Was du brauchst: Eine kurze Liste der Materialien für den perfekten Start
- Bleistift (am besten ein HB oder 2B) für die erste Skizze
- Radiergummi, um Fehler auszubessern
- Fineliner oder schwarzer Stift für die endgültigen Konturen
- Buntstifte, Filzstifte oder Wachsmalstifte zum Ausmalen
In 7 einfachen Schritten zu deinem eigenen Tiger
Nun lass uns gemeinsam einen Tiger zeichnen. Folge einfach diesen Schritten, und du wirst sehen, wie einfach es ist!
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Schritt 1: Der Grundstein Kopf und Körper aus zwei Kreisen formen
Zeichne zunächst ein großes Oval für den Körper des Tigers. Füge dann einen kleineren Kreis hinzu, der den vorderen Teil des Körpers leicht überlappt das wird der Kopf. Diese beiden Formen bilden die Basis für deinen Tiger.
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Schritt 2: Ein Gesicht entsteht Ohren, Nase und Maul richtig platzieren
Zeichne eine vertikale und eine horizontale Hilfslinie auf den Kopfkreis, um die Mitte zu finden. Auf die horizontale Linie setzt du zwei kleine Kreise oder Ovale für die Augen. Unterhalb der Mitte, auf der vertikalen Linie, zeichne eine kleine, umgedrehte Pyramide für die Nase. Das Maul kannst du als eine Art "W"-Form darunter andeuten. Auf die Oberseite des Kopfes kommen zwei Halbkreise als Ohren. -
Schritt 3: Auf die Beine! So zeichnest du ganz einfach Pfoten und Beine
Vom Körper aus zeichnest du nun vier einfache Beinformen. Stell dir einfache Röhren oder leicht abgerundete Rechtecke vor. An den Enden der Beine fügst du kleine, runde oder ovale Formen für die Pfoten hinzu.
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Schritt 4: Der unverkennbare Schwanz Eine elegante Linie genügt
Vom hinteren Ende des Körpers aus ziehst du eine schöne, geschwungene Linie nach oben oder unten das ist der Schwanz. Du kannst ihn auch leicht gebogen darstellen, um mehr Dynamik zu erzeugen.
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Schritt 5: Die Magie der Streifen So gelingt dir das typische Tigermuster
Jetzt kommen die Streifen! Das Wichtigste hierbei: Sie müssen nicht perfekt sein. Zeichne einfach ein paar zackige oder geschwungene Linien über den Körper und den Schwanz. Achte darauf, dass sie der Form des Körpers folgen. Ein paar Streifen auf den Beinen und dem Gesicht machen deinen Tiger komplett.
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Schritt 6: Der Feinschliff Hilfslinien entfernen und Konturen stärken
Nimm deinen Fineliner oder schwarzen Stift und zeichne die endgültigen Linien deines Tigers nach. Sei dabei etwas mutiger als beim Bleistift. Sobald die Tinte getrocknet ist, radiere vorsichtig alle Bleistift-Hilfslinien weg. Dein Tiger kommt nun richtig zur Geltung!
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Schritt 7: Farbe ins Spiel bringen Die klassische Tiger-Kolorierung
Nun wird es bunt! Male den Körper deines Tigers mit einem schönen Orange an. Die Bauchpartie, die Schnauze und die Innenseiten der Ohren bleiben weiß. Die Streifen malst du schwarz aus. Vergiss nicht, auch die Pfoten und die Schnurrhaarpunkte schwarz zu markieren.

Der Tigerkopf im Fokus: Eine detaillierte Anleitung
Der Kopf ist oft das Erste, was uns an einem Tier ins Auge fällt, und er verleiht ihm seinen Charakter. Hier vertiefen wir, wie du deinem Tigerkopf den perfekten Ausdruck verleihst.
Die perfekte Basis: Hilfslinien für Augen und Nase zeichnen
Wie schon in Schritt 2 beschrieben, sind Hilfslinien Gold wert. Eine vertikale Mittellinie hilft dir, die Nase und das Maul symmetrisch zu platzieren. Eine horizontale Linie auf Augenhöhe sorgt dafür, dass beide Augen auf der gleichen Höhe sind. Diese einfachen Linien sind entscheidend, um ein stimmiges Gesicht zu gestalten, bevor du mit den eigentlichen Merkmalen beginnst.
Niedlich oder wild? So verleihst du deinem Tiger den gewünschten Ausdruck
Der Ausdruck deines Tigers hängt stark von seinen Augen und seinem Maul ab. Für einen niedlichen, cartoonhaften Look, wie im Kawaii-Stil, zeichne große, runde Augen mit großen Pupillen. Ein kleines, rundes Maul oder ein leicht geöffnetes "o" wirkt ebenfalls süß. Möchtest du einen wilderen Tiger? Dann zeichne die Augen etwas schmaler und mandelförmiger, vielleicht mit einem leichten Blick nach unten. Ein leicht geöffnetes Maul mit angedeuteten Zähnen kann ebenfalls einen wilderen Eindruck erwecken.
Details, die den Unterschied machen: Schnurrhaare und Ohren-Innenleben
Kleine Details machen einen großen Unterschied. Zeichne feine, dünne Linien, die von den Seiten der Schnauze ausgehen das sind die Schnurrhaare. Füge auch im Inneren der Ohren eine kleine, dunklere Fläche hinzu, um ihnen mehr Tiefe zu geben. Diese Elemente verleihen deinem Tiger Charakter und lassen ihn lebendiger wirken.
Typische Fehler beim Tigerzeichnen und wie du sie vermeidest
Auch wenn wir es einfach halten wollen, gibt es ein paar Stolpersteine, die Anfänger oft übersehen. Hier sind die häufigsten und wie du sie umgehst:
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Fehler #1: Zu kompliziert gedacht Warum einfache Formen dein Freund sind
Viele versuchen, sofort jedes Detail perfekt zu zeichnen. Das führt oft zu Frustration. Die Lösung? Bleib bei den Grundformen! Denke in Kreisen, Ovalen und einfachen Linien. Erst wenn die Grundstruktur stimmt, fügst du Details hinzu. Das macht den Prozess überschaubar und das Ergebnis trotzdem ansprechend.
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Fehler #2: Falsche Proportionen Ein einfacher Trick für Kopf und Körper
Ein zu großer Kopf auf einem zu kleinen Körper oder umgekehrt kann schnell passieren. Mein Tipp: Nutze die überlappenden Kreise oder Ovale als Richtlinie. Achte darauf, dass der Kopf in einem sinnvollen Verhältnis zum Körper steht. Wenn du den Körper als ein großes Oval zeichnest, sollte der Kopfkreis etwa ein Drittel bis die Hälfte der Breite des vorderen Körperovals einnehmen.
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Fehler #3: Unnatürliche Streifen So folgen die Muster der Körperform
Streifen, die einfach nur willkürlich auf den Körper geklatscht werden, sehen schnell unruhig aus. Tigerstreifen folgen der Muskulatur und der Form des Körpers. Stell dir vor, wie ein echtes Fell fällt. Zeichne die Streifen daher eher geschwungen oder leicht zackig und passe sie der Rundung von Beinen, Bauch und Rücken an. Das verleiht deinem Tiger mehr Tiefe und Glaubwürdigkeit.
Noch mehr Zeichenspaß: Gestalte deinen Tiger individuell
Sobald du die Grundlagen beherrschst, kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen! Dein Tiger muss nicht immer nur brav dasitzen.
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Vom Laufen zum Springen: Einfache Tipps für mehr Bewegung in deiner Zeichnung
Um deinem Tiger mehr Dynamik zu verleihen, kannst du die Position der Beine leicht verändern. Lass ihn leicht gebeugt dastehen, als würde er gleich losrennen. Oder zeichne ein Bein nach vorne gestreckt, als wäre er gerade im Sprung. Auch ein leicht gedrehter Körper kann schon viel Bewegung suggerieren.
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Ein süßer Cartoon-Tiger: Merkmale des Kawaii-Stils für deine Zeichnung nutzen
Der Kawaii-Stil ist perfekt für niedliche Tiger. Vergrößere den Kopf im Verhältnis zum Körper noch weiter. Zeichne riesige, runde Augen mit Glanzlichtern, die fast den ganzen Kopf ausfüllen. Vereinfache die Körperformen weiter und lass die Streifen eher rundlich und verspielt wirken. Ein kleines Lächeln rundet das Ganze ab.
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Dein Tiger in seiner Welt: Simple Ideen für einen passenden Hintergrund
Dein Tiger braucht auch ein Zuhause! Du musst keinen komplizierten Dschungel malen. Ein paar einfache grüne Blätter hinter dem Tiger können schon einen tropischen Eindruck erwecken. Oder zeichne ein paar geschwungene Linien für Gras am Boden und ein paar Wolken am Himmel. Auch ein einfacher farbiger Hintergrund, der gut zum Fell passt, kann deinen Tiger hervorheben.





