DKO Statement

DKO ist Blogprojekt bei dem seit mehr als 10 Jahren Graffiti/Streetart und graffitibezogenene Themen von verschiedensten Autor*innen veröffentlicht werden – mit mittlerweile über 3000 Beiträgen! Unsere Autor*innen haben unterschiedliche Themen, Vorlieben und Prinizipien, was das Veröffentlichen von Inhalten angeht. Was uns alle eint: DKO steht Links! Da gibt es nichts zu diskutieren.

Fotos und Usereinsendungen werden von uns nicht blind veröffentlicht, sondern erst gesichtet, möglicherweise aussortiert und mitunter intern diskutiert. Wir kennen nicht alle Writer*innen bzw. Crewstrukturen hinsichtlich ihrer Wertevorstellungen und Standpunkte. Dass wir auch Fehler machen und Bilder abbilden, deren Urheber*innen wir eigentlich kein Forum bieten wollen, gehört leider dazu – weil wir gar nicht zu jedem Piece und zu allen Writer*innen eine investigative Recherche betreiben können. Gleichzeitig können wir unsere Standpunkte und die Ablehnung fragwürdiger Denkmuster, wie Rassismen und Sexismen, nicht zum alleinigen Kriterium einer Veröffentlichung machen. Wenn rechte Symbolik oder Aussagen klar zu erkennen ist, wird das nicht veröffentlicht! Faschograffiti wird auch von Leser*innen auf DKO definitiv nicht abgefeiert, wie bereits unter manchen Posts zu lesen war. Sollte es nachvollziehbare Hinweise geben, dass wir hier Werke von Writer*innen veröffentlichen, die ein bspw. rechtes Weltbild haben, behalten wir uns vor Bilder und Links usw. zu löschen. Gerade im Bereich der Fußballfankultur gibt es vieles, was wir nicht teilen – und trotzdem können wir Fußballgraffiti in diesem Kontext nicht einfach ignorieren. Natürlich wird in der Writerszene der Rassismus und Sexismus dieser Gesellschaft reproduziert – auch wir sind nicht frei davon, weil wir so sozialisiert sind. Verweise zu veröffentlichen Rechercheergebnissen und Zusammenhängen oder allgemeinen Infos gern per Mail an uns – danke für eure Mitarbeit. Wichtig ist, sich auch immer selbst auch in Zweifel zu ziehen und das eigene Handeln zu reflektieren.

Wir freuen uns, dass es bei DKO eine teils lebendige Diskussion zu den verschiedensten Themen gibt, wie aktuell Graff-Tourismus/Rechtes Graffiti/Fußballgraffiti oder das perfekte Graff-Foto. Wir sehen in unserer Seite mehr als nur eine reine Bilderschau. Gast- & Sachbeitäge/Meinungen und Kunstkritiken/Interviews/Reiseberichte/Writer-Specials sind erwünscht und machen für uns den Unterschied dieser Seite im Gegensatz zu bspw. der Insta-Blase aus. Wenn ihr zu einem Thema einen ernstaften Beitrag habt, veröffentlichen wir den gerne. Unser Ziel ist es Graffiti und Streetart in seiner Vielfalt abzubilden.

Nun zum eigentlich Kern: Unser Plan war und ist es die Kommentarfunktion grundsätzlich offen zu lassen. Wir dachten, dass es nicht zuviel verlangt ist, sich im Ton zu mäßigen, Kritik zu begründen und persönlichen Geschmack auch als solchen zu verstehen und eben nicht als Maß aller Dinge. Persönliche Antipathien interessieren uns wirklich gar nicht. Wer wen wann gecrosst hat? Klärt das nicht hier. Und hört auf User*innen mit anderen Meinungen abzuwerten oder zu verurteilen.

Weil nicht alle Leser*innen das so sehen, werden wir vorübergehend die Kommentarfunktion umstellen und Kommentare manuell freigeben. Das heißt auch, dass Kommentare länger brauchen, bis sie zu lesen sind.

Und ja, auch wir machen Fehler.  Wir sind dankbar für Hinweise – aber Tratsch und Gerüchte sind nun mal leider nur Tratsch und Gerüchte und gehören nicht in die Kommentarspalte. Vorwürfe werden nicht überzeugender indem sie anonym und unbelegt in einem Kommentar platziert werden – wir können so etwas nicht einfach ungeprüft zu unserer Meinung machen.  Außerdem können (angebliche) Interna bei einem öffentlichen Blog schnell unter die Augen der falschen Mitleser*innen kommen!

Wir setzen also auch weiter darauf, dass wir, wie in der Vergangenheit, von euch auf Fehlgriffe hingewiesen werden – wenn es nachvollziehbar begründet ist werden wir unsere Fehler korrigieren. Gerade die Abgrenzung in der so genannten Grauzone und ihrem erweiterten Umfeld ist verdammt schwer – aber eben auch verdammt wichtig.

Danke für all den positiven Support – bleibt bunt!

21 Antworten

  1. Schwipsi sagt:

    Sehr gut. Bleibt bunt und gesund!

  2. Anonymous sagt:

    Sehr gute Lösung für alle Beteiligten!

  3. Anonymous sagt:

    yeah top statement!

  4. Clown: Ach Meno wo sollen jetzt die Raptexte und Gedichte veröffentlicht werden? xD hihihahahoho sagt:

    Bleibt gesund und achtet weiter auf eurer Karma. Wer weiß schon wann und wie wir gehen werden. Ob wir Corona überleben, dieses Jahr oder den morgigen Tag.
    Danke für eurer Beitrag man merkt ihr habt viel nachgedacht und euch für einen Lösungsweg entschieden, der euch viel Arbeit macht. Aber ich denke das wird wohl der Beste Weg für euch sein.

  5. Da Manu sagt:

    Top, weiter so!

  6. Rapha sagt:

    Bon Bon amigos

  7. Anonymous sagt:

    Danke dko für eure wertvolle arbeit. Eure kommentar funktion war richtig gut ihr habt doxh zensiert gelöcht wenn nötig wieso reixht das nicht? Den ganzen quatsch spas bullshit sollte mensch doch eh nicht für 100proz voll nehmen. Ihr findet einen weg..! Danke dko

    • universaldilletant sagt:

      Ja, natürlich konnte man viele Kommentare nicht für voll nehmen – leider gibt es Leute, die das für voll nehmen, und entsprechend darauf anspringen. Dass eine Realität neben der von anonymen Kommentaren gibt, ist vielleicht nicht allen ausreichend klar. Als das Ausmaß geringer war, konnte das mit angemessenen Antworten auch besser reguliert worden. Uns ist es einfach zu viel geworden, weil wir uns eben nicht den ganzen Tag um diese Kommentarspalte kümmern wollen. Solange sich an die Regeln vernünftiger Kommunikation gehalten wird und unsere Kommentarspalte nicht als Projektionsfläche für was auch immer genutzt wird, werden auch weiterhin kritische, Quatsch- und Bullshitkommentare veröffentlicht werden. Wir werden sehen, wie es sich weiter entwickelt… Und: Bitte. Gerne.

      • Westend sagt:

        Also stimmt das jetzt doch nicht das wenn man die Augen beim Spray schließt, dass ein die Polizei nichts nachweißen kann oder wie? Ich verstehe die Welt nichtmehr..

    • Anonymous sagt:

      , . , . , .
      Zensiert, gelöscht…
      Achjaaa?

  8. Anonymous sagt:

    Also heißt das jetzt das ihr weniger zensiert als vorher und mehr Diskussion zulasst?
    Mich persönlich stört am obrigen Text das nicht die Kunst im Vordergrund steht sondern Ideale die Kunst, Künstler und auch Kritiker erfüllen müssen. Es ist gerade die Grauzone in der wir uns alle befinden sollten; kein schwarz, kein weiß…

    • sind Steckenpferde vegan sagt:

      @westend:
      Das gilt nur wenn es 3 Tage nicht regnen wird, du Mintgrüne Buxen trägst und dein geburtsdatum durch 187 teilbar ist oder jemanden kennst der/die schonmal vom blitz getroffen wurde oder dich vor kurzem eine SiamKatze in den Linken Oberarm gebissen hat. Alternativ kann man auch viele von diesen Rubbeltattoos überall an den Knöcheln anbringen, bevor man in den Yard geht, das verwirrt die Polizei immer total, hilft aber nicht gegen die DB Sicherheit. Für die brauchst du Knoblauch, das mögen die nicht.

      @grauzonen anonymus:
      Naja, die Kollektive meinte doch selber dass sie zum Beispiel auch Fussballgraffiti Poaten, obwohl das in vielen Städten Grauzone ist oder dass sie auch die Sachen von Leuten posten, so lange da keine Beschissenen Inhalte sind, ohne jetzt immer zu “überprüfen” ob die leute cool sind.
      Da haste dann doch Grau.
      Zu diesem Ding mit schwarz, weiss und grau: Manche KZ Aufseher waren zuhause liebende Väter, owbwohl sie am Tag die unvorstelbarsten grausamkeiten begangen haben, niemand denkt von sich selbst “Böse” zu sein, alle sind grauwerte. das heisst aber nicht das man bestimmte verhaltensweisen Tollerieren muss oder kann. Keine Stellung zu beziehen, wenn sich jemand so richtig scheisse verhält ist nicht neutral, sondern macht einen zum Arschloch.

      • Anonymous sagt:

        die stelle mit dem Aufseher hättest du dir sparen können. eigentlich sogar absolut schädlich deine aussage; du wirst weder ein zeitzeuge aus dieser dunklen zeit sein, noch wirst du nur ansatzweise nachvollziehen können wie dort die uhren getickt haben.
        kann man direkt weitermachen mit “Stellung beziehen”…
        du stützt dein nichtmal aussagekräftiges Argument auf das dritte reich… und sagts weiter das diejenigen die keine stellung beziehen “arschlöcher” sind…

        • steckenpferde again sagt:

          Ich glaube ich verstehe nicht was du mir sagen möchtest.
          Worauf ich hinauswollte ist dass leute die Jetzt Rassistische/Nationalistische inhalte verbreiten die Grundlage für solche Sachen schaffen. Ich bin davon ausgegangen dass alle genug Hintergrundwissen zu der Zeit haben, ohne das ich es weiter ausführen muss und ich bin auch davon ausgegangen dass es selbstverständlich ist dass niemand hier So etwas wie Konzentrationslager gut finden kann.

          Für Leute die mehr ausführung wollen empfehle ich: https://de.wikipedia.org/wiki/Eichmann_in_Jerusalem

          Ich finde nicht das der Vergleich zu weit geht, denn genau darum geht es doch oder? Das eben das verbreiten von Diskriminierenden Meinungen die Grundlage Schafft dafür das zum Beispiel Nazis aktuell in Neukölln regelmäßig die Läden und Autos von Leuten die nicht in ihr Bild passen anzünden oder das in Hanau ein Nazi Amok gelaufen ist oder eben das alle diese unaussprechlich furchtbaren Sachen im 3.Reich passiert sind.

          Jetzt verständlicher?

      • QuaMann mit 6 Kindern und Exe of Evil sagt:

        Ich hatte als Kind einen starken Stromschlag bei der Bahnoberleitung bekommen, ist das jetzt meine “Joker” Karte, damit die Polizei mich nicht schnappen kann???

        Wer sagt denn auch das Väter mit 6 Kinder gute Menschen sind?

    • universaldilletant sagt:

      Wir lassen nach wie vor Diskussionen zu, aber nicht, wenn der Ton unangemessen, diskriminierend, beleidigend ist, auch nicht, wenn Unterstellungen und Szeneinterna unbelegt rausposaunt werden. Steht da oben ja auch drin.

      Es mag sein, dass dich stört, dass wir unsere Ansprüche an das haben, was wir hier abbilden. Aber mit welcher Begründung willst du uns das absprechen? In unseren Augen sind das keine Ideale, sondern Selbstverständlichkeiten. Unter Grauzone verstehen wir den Randbereich zu rechten/rechtsradikalen Kreisen, in denen rassistische Vorurteile immer “nur” eine Meinung sind, die ihre Berechtigung hat. In der man Schwulen, Frauen, Ausländer*innen “natürlich” Rechte zugesteht, die das aber ja auch nicht übertreiben müssen. Kreise, in denen ständig von Zensur und fehlender Meinungsfreiheit schwadroniert wird, womit dann nur der Wunsch gemeint ist, den eigenen Rassismus unhinterfragt in die Gegend poltern zu können. Neurechte Strategien leben nicht vom sachlichen Austausch von Argumenten, sondern von der Verschiebung des Sagbaren, von Tabubrüchen und dem Relativieren – und bei den Scheindiskussionen wird nicht das gegenüber adressiert, sondern das Publikum. Da rechtsradikale Ideologien aus den verschiedensten Denkmustern wie z.B. Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus und Antifemininismus zusammengesetzt sind, halten wir es für notwendig, in jedem dieser Felder eine klare Grenze zu ziehen. Von dieser Grauzone möchten wir mit unserem Blog kein Teil sein.

      Klar können wir auch über Kunst, Kunstwerke und Subkultur diskutieren. Aber eben sachlich – auch wenn wir da feststellen, dass vieles im Subjektiven liegt, kann ja jede andere Perspektive horizonterweiternd sein…

      • Anonymous sagt:

        Ok, sehr ausführlich danke dafür.
        Zum Thema absprechen; in keinster weise wurde davon nur ansatzweise gesprochen. Der Blogbetreiber kann machen was er will.
        Es fängt aber alleine mit eurer Definition von “Links” an; es gibt nur positives daran und jeder der versucht nur ansatzweise z.b. den Feminismus zu kritisiert ist ein “Rechter” Ketzer und wird verbannt, bzw. wird er im wahrsten sinne zum abschuss radikaler Gewalt freigegeben.
        Es ergibt keinen Sinn im selben atemzug gegen Rassismus und Faschismus zu sein weil gerade dort die ausgrenzung Andersdenkender die Hauptrolle spielt, und die Hauptaufgabe sein sollte dies zu verhindern.

        • universaldilletant sagt:

          Es ist meiner Meinung nach eben ein entscheidender Unterschied, ob jemand sagt “ich bin gegen die Überwindung einer strukturellen Benachteiligung von xy”, “xy wird ja gar nicht benachteiligt” oder “ich glaube nicht, dass ich xy benachteilige oder xy benachteiligt wird, aber wenn xy das behauptet, dann nehme ich das ernst und reflektiere, inwieweit mein Verhalten oder die Struktur der Gesellschaft dazu beiträgt”. Es gibt viele Menschen, die z.B. verschiedene Ansätze und Schlussfolgerungen im Feminismus kritisieren, aber die Frage ist ja, ob man grundsätzlich anerkennt, dass die Tradition einer strukturellen Benachteiligung von Frauen in unserer Gesellschaft existiert. Wer das nicht anerkennt, will das etablierte Ungleichgewicht von Rechten an gesellschaftlicher Teilhabe aufrecht erhalten – weil er oder sie davon profitiert. Wenn ich versuche, solche Leute aus meinem Umfeld zu halten, gebe ich sie übrigens nicht zum Abschuss radikaler Gewalt frei.
          Bei Rassismus und Faschismus geht es nicht um die Ausgrenzung Andersdenkender – es geht im Kern um die Auffassung, dass unterschiedliche Gruppen von Menschen unterschiedliche Rechte haben. Festgemacht macht wird dies gemeinhin an Merkmalen, die eine Person nicht ändern kann. Das ist der wesentliche Unterschied zwischen links und rechts. An “links” ist überhaupt nicht alles gut, aber der Grundsatz linker Politik, dass es universelle Menschenrechte gibt, ist auf jeden Fall besser als jedes Konstrukt von Ungleichheit anhand von Nation, Rasse oder Geschlecht.

    • Anonymous sagt:

      Genau das,macht die ko. Zu einem der besten graf-blogs (blogens,blogies,blöger).
      Fetter knutscher an die gang

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