Die procreate kosten wirken auf den ersten Blick niedrig, weil die App als Einmalkauf verkauft wird. Für digitale Kunst auf dem iPad ist das interessant, weil man ohne Abo sofort arbeiten kann, aber den Gesamtpreis erst richtig versteht, wenn man Gerät, Stift und mögliche Zusatzkosten mitdenkt. In diesem Artikel ordne ich die aktuellen Preise ein, zeige die realen Folgekosten und vergleiche Procreate mit den naheliegendsten Alternativen.
Die wichtigsten Fakten auf einen Blick
- Procreate für das iPad kostet aktuell 14,99 € und kommt ohne Abo.
- Procreate Pocket für das iPhone ist separat und kostet 6,99 €.
- Wer noch kein iPad besitzt, sollte nicht nur den App-Preis rechnen, sondern mindestens den Preis für Gerät und Stift dazunehmen.
- Ein realistisches Einstiegssetup liegt bei etwa 602,99 €, wenn man ein aktuelles Basis-iPad mit Apple Pencil und Procreate neu kauft.
- Auf lange Sicht ist Procreate oft günstiger als Abo-Modelle, vor allem für reine Illustrationsarbeit.
- Grenzen gibt es trotzdem: Procreate ist rasterbasiert, nicht für Vektor-Workflows gedacht und nur für Apple-Geräte verfügbar.

Was die App in Deutschland aktuell kostet
Für das iPad liegt der Preis derzeit bei 14,99 €. Das ist angenehm klar, denn es gibt weder ein monatliches Abo noch laufende Lizenzgebühren. Genau deshalb ist Procreate für viele Kreative so attraktiv: Die Einstiegshürde ist klein, und der Kauf fühlt sich eher wie ein einmaliger Werkzeugkauf an als wie ein Dauervertrag.
Wichtig ist nur die saubere Trennung der Produkte. Die iPad-Version und die iPhone-Version sind nicht dasselbe, sondern zwei getrennte Apps mit getrennten Preisen.
| Produkt | Preis | Modell | Einordnung |
|---|---|---|---|
| Procreate für iPad | 14,99 € | Einmalkauf | Hauptapp für Zeichnen, Malen und Illustration auf dem iPad |
| Procreate Pocket | 6,99 € | Einmalkauf | separate iPhone-App für mobiles Zeichnen |
Für den eigentlichen Einstieg in digitale Kunst ist das ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Haken liegt nicht in der App selbst, sondern meist im restlichen Setup. Genau dort wird das Budget schnell deutlich größer, deshalb lohnt sich als Nächstes ein ehrlicher Blick auf die Zusatzkosten.
Welche Zusatzkosten beim Zeichnen schnell dazukommen
Was bei Procreate oft unterschätzt wird: Die App ist nur ein Teil der Rechnung. Wer bereits ein kompatibles iPad besitzt, zahlt tatsächlich sehr wenig. Wer dagegen erst neu einsteigen will, braucht mehr als die App allein. Ich rechne so etwas immer in drei Stufen durch, weil die Unterschiede in der Praxis groß sind.
| Posten | Typischer Preis | Pflicht? | Warum relevant |
|---|---|---|---|
| iPad A16 | ab 499 € | Ja, wenn kein iPad vorhanden ist | ohne Gerät läuft Procreate natürlich nicht |
| Apple Pencil (USB-C) | 89 € | Praktisch ja | der günstigste aktuelle Stift für einen ernsthaften Einstieg |
| Apple Pencil Pro | 149 € | Optional | sinnvoll auf kompatiblen iPad Air- und iPad Pro-Modellen |
| iCloud+ 50 GB | 0,99 €/Monat | Optional | praktisch für Backups und größere Projektordner |
| Ersatzspitzen | 25 € für 4er-Pack | Optional | nützlich bei viel Nutzung oder wenn die Spitze sichtbar abgenutzt ist |
Ein realistischer Einstieg liegt damit bei 602,99 €, wenn Sie ein Basis-iPad, den Apple Pencil (USB-C) und Procreate neu kaufen. Wer komfortabler mit einem iPad Air und Apple Pencil Pro einsteigt, landet eher bei 962,99 €. Das ist keine Kritik an der App, sondern eine nüchterne Einordnung: Die Software ist günstig, das komplette Zeichensetup kann trotzdem ordentlich kosten. Von hier aus ist der direkte Vergleich mit anderen Apps deutlich interessanter.
Wie Procreate im Vergleich zu anderen Zeichen-Apps abschneidet
Beim Preisvergleich geht es nicht nur um den absoluten Betrag, sondern um das Preismodell. Einmal kaufen, dauerhaft nutzen, oder lieber kostenlos starten und später zahlen? Genau an dieser Stelle zeigt sich, für wen Procreate wirklich die klügste Lösung ist.
| App | Preismodell | Preis in Deutschland | Wofür es sich lohnt |
|---|---|---|---|
| Procreate | Einmalkauf | 14,99 € | Illustration, Skizzen, Lettering, iPad-first-Workflow |
| Adobe Fresco | kostenlos mit In-App-Käufen | 0 € zum Start | Einstieg ohne Kauf, Adobe-Umfeld, Tests ohne Risiko |
| CLIP STUDIO PAINT | Abo / Testphase | 4,39 €/Monat oder 26,90 €/Jahr | Comics, Manga, komplexe Projekte und stärkere Cross-Device-Workflows |
Der eigentliche Unterschied wird nach wenigen Monaten sichtbar. Wer CLIP STUDIO PAINT im PRO-Monatsmodell nutzt, zahlt nach rund vier Monaten bereits mehr als für Procreate. Das heißt nicht, dass Procreate automatisch besser ist, aber für viele Zeichnerinnen und Zeichner ist die Kostenlogik einfacher und fairer. Adobe Fresco ist dagegen interessant, wenn man zunächst ohne Kauf starten will und erst später entscheidet, ob ein kostenpflichtiger Ausbau überhaupt nötig ist.
Wofür sich die Ausgabe wirklich lohnt
Ich würde Procreate vor allem dann empfehlen, wenn jemand schnell und direkt arbeiten will. Die App ist stark bei Skizzen, Illustrationen, Concept Art, Handlettering und lockeren Animationsideen. Gerade im Alltag von digitalen Künstlern ist das wichtig, weil ein Werkzeug nicht nur technisch gut sein muss, sondern auch dann funktionieren sollte, wenn man mit wenig Reibung arbeiten möchte.
Für wen der Kauf besonders sinnvoll ist
- Für Illustratoren, die hauptsächlich auf dem iPad arbeiten.
- Für Einsteiger, die ein klares, leicht verständliches Werkzeug suchen.
- Für kreative Menschen, die lieber einmal zahlen als dauerhaft ein Abo zu verwalten.
- Für Lettering, Skizzenbücher, Farbstudien und visuelle Notizen.
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Wo die App an Grenzen stößt
- Procreate ist rasterbasiert, also pixelbasiert. Das ist für Malerei und Illustration gut, aber nicht ideal für unendlich skalierbare Vektorgrafik.
- Die App läuft nur auf Apple-Geräten. Wer Windows, Android oder eine echte Desktop-Umgebung braucht, ist hier schnell aus dem Raster.
- Für sehr komplexe Comic- oder Publishing-Workflows kann eine spezialisierte Lösung praktischer sein.
Genau dieser Punkt ist wichtig: Nicht jede gute Zeichen-App ist automatisch die beste Investition. Wer später Vektoren, mehrseitige Dokumente oder einen plattformübergreifenden Workflow braucht, spart mit Procreate nicht zwingend Zeit oder Geld. Deshalb lohnt sich im nächsten Schritt ein Blick darauf, wie man unnötige Ausgaben vermeidet.
So vermeiden Sie unnötige Ausgaben
Viele Budgetfehler entstehen nicht beim App-Kauf, sondern beim Drumherum. Die App selbst ist überschaubar teuer, doch wer spontan Zubehör und Cloud-Abos dazukauft, zahlt am Ende deutlich mehr als nötig. Ich würde das Setup deshalb in Ruhe aufbauen und nur dann erweitern, wenn ein echter Bedarf sichtbar wird.
- Kaufen Sie nicht die falsche App. Procreate für iPad und Procreate Pocket für iPhone sind getrennte Produkte. Wer auf dem Handy zeichnen will, braucht nicht automatisch die iPad-Version.
- Starten Sie mit dem günstigeren Stift, wenn Sie den Workflow erst testen. Der Apple Pencil (USB-C) für 89 € reicht für viele Einsteiger völlig aus.
- Planen Sie iCloud+ erst dann ein, wenn Ihre Projekte wachsen. Die ersten 5 GB sind kostenlos, 50 GB kosten 0,99 € im Monat. Für kleinere Projekte reicht oft die Gratisvariante.
- Kaufen Sie keine Brush-Pakete aus Reflex. Procreate bringt bereits eine große Pinselbasis mit, zusätzliche Sets sind eher Geschmackssache als Pflicht.
Am Ende ist die Frage nicht, ob Procreate billig ist, sondern ob es für Ihr Arbeitsverhalten billig genug bleibt. Und genau da wird die Entscheidung meist überraschend klar.
Wann sich Procreate für Ihr Budget wirklich rechnet
Wenn Sie bereits ein iPad besitzen und digital zeichnen möchten, ist Procreate preislich sehr schwer zu schlagen. Für 14,99 € bekommen Sie ein starkes, ausgereiftes Zeichenwerkzeug ohne Abo und ohne laufende Softwarekosten. Das ist gerade in der digitalen Kunst ein echter Vorteil, weil sich kreative Tools schnell summieren, wenn jedes einzelne eine monatliche Gebühr verlangt.
Wenn Sie dagegen erst ins Apple-Ökosystem einsteigen müssen, sollte das Budget ehrlicher kalkuliert werden. Dann reden wir nicht nur über eine App, sondern über ein komplettes Setup. Für mich ist die Faustregel einfach: Als App ist Procreate günstig, als Einstieg in digitale Kunst ist es nur dann günstig, wenn das iPad schon da ist. Wer genau das im Blick behält, trifft am Ende die bessere Kaufentscheidung.
