• Digitale Kunst
  • Procreate Kosten - Was die Zeichen-App wirklich kostet

Procreate Kosten - Was die Zeichen-App wirklich kostet

Marc Kunz 22. Juli 2026
Procreate Pinsel-Einstellungen: Formquelle, Verhalten und Beispielstrich. Die Kosten für Procreate sind gering für diese kreativen Möglichkeiten.

Inhaltsverzeichnis

Die procreate kosten wirken auf den ersten Blick niedrig, weil die App als Einmalkauf verkauft wird. Für digitale Kunst auf dem iPad ist das interessant, weil man ohne Abo sofort arbeiten kann, aber den Gesamtpreis erst richtig versteht, wenn man Gerät, Stift und mögliche Zusatzkosten mitdenkt. In diesem Artikel ordne ich die aktuellen Preise ein, zeige die realen Folgekosten und vergleiche Procreate mit den naheliegendsten Alternativen.

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • Procreate für das iPad kostet aktuell 14,99 € und kommt ohne Abo.
  • Procreate Pocket für das iPhone ist separat und kostet 6,99 €.
  • Wer noch kein iPad besitzt, sollte nicht nur den App-Preis rechnen, sondern mindestens den Preis für Gerät und Stift dazunehmen.
  • Ein realistisches Einstiegssetup liegt bei etwa 602,99 €, wenn man ein aktuelles Basis-iPad mit Apple Pencil und Procreate neu kauft.
  • Auf lange Sicht ist Procreate oft günstiger als Abo-Modelle, vor allem für reine Illustrationsarbeit.
  • Grenzen gibt es trotzdem: Procreate ist rasterbasiert, nicht für Vektor-Workflows gedacht und nur für Apple-Geräte verfügbar.

Bunte abstrakte Porträtzeichnung mit Procreate-Pinselbibliothek. Die Kosten für Procreate sind gering im Vergleich zu den kreativen Möglichkeiten.

Was die App in Deutschland aktuell kostet

Für das iPad liegt der Preis derzeit bei 14,99 €. Das ist angenehm klar, denn es gibt weder ein monatliches Abo noch laufende Lizenzgebühren. Genau deshalb ist Procreate für viele Kreative so attraktiv: Die Einstiegshürde ist klein, und der Kauf fühlt sich eher wie ein einmaliger Werkzeugkauf an als wie ein Dauervertrag.

Wichtig ist nur die saubere Trennung der Produkte. Die iPad-Version und die iPhone-Version sind nicht dasselbe, sondern zwei getrennte Apps mit getrennten Preisen.

Produkt Preis Modell Einordnung
Procreate für iPad 14,99 € Einmalkauf Hauptapp für Zeichnen, Malen und Illustration auf dem iPad
Procreate Pocket 6,99 € Einmalkauf separate iPhone-App für mobiles Zeichnen

Für den eigentlichen Einstieg in digitale Kunst ist das ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Haken liegt nicht in der App selbst, sondern meist im restlichen Setup. Genau dort wird das Budget schnell deutlich größer, deshalb lohnt sich als Nächstes ein ehrlicher Blick auf die Zusatzkosten.

Welche Zusatzkosten beim Zeichnen schnell dazukommen

Was bei Procreate oft unterschätzt wird: Die App ist nur ein Teil der Rechnung. Wer bereits ein kompatibles iPad besitzt, zahlt tatsächlich sehr wenig. Wer dagegen erst neu einsteigen will, braucht mehr als die App allein. Ich rechne so etwas immer in drei Stufen durch, weil die Unterschiede in der Praxis groß sind.

Posten Typischer Preis Pflicht? Warum relevant
iPad A16 ab 499 € Ja, wenn kein iPad vorhanden ist ohne Gerät läuft Procreate natürlich nicht
Apple Pencil (USB-C) 89 € Praktisch ja der günstigste aktuelle Stift für einen ernsthaften Einstieg
Apple Pencil Pro 149 € Optional sinnvoll auf kompatiblen iPad Air- und iPad Pro-Modellen
iCloud+ 50 GB 0,99 €/Monat Optional praktisch für Backups und größere Projektordner
Ersatzspitzen 25 € für 4er-Pack Optional nützlich bei viel Nutzung oder wenn die Spitze sichtbar abgenutzt ist

Ein realistischer Einstieg liegt damit bei 602,99 €, wenn Sie ein Basis-iPad, den Apple Pencil (USB-C) und Procreate neu kaufen. Wer komfortabler mit einem iPad Air und Apple Pencil Pro einsteigt, landet eher bei 962,99 €. Das ist keine Kritik an der App, sondern eine nüchterne Einordnung: Die Software ist günstig, das komplette Zeichensetup kann trotzdem ordentlich kosten. Von hier aus ist der direkte Vergleich mit anderen Apps deutlich interessanter.

Wie Procreate im Vergleich zu anderen Zeichen-Apps abschneidet

Beim Preisvergleich geht es nicht nur um den absoluten Betrag, sondern um das Preismodell. Einmal kaufen, dauerhaft nutzen, oder lieber kostenlos starten und später zahlen? Genau an dieser Stelle zeigt sich, für wen Procreate wirklich die klügste Lösung ist.

App Preismodell Preis in Deutschland Wofür es sich lohnt
Procreate Einmalkauf 14,99 € Illustration, Skizzen, Lettering, iPad-first-Workflow
Adobe Fresco kostenlos mit In-App-Käufen 0 € zum Start Einstieg ohne Kauf, Adobe-Umfeld, Tests ohne Risiko
CLIP STUDIO PAINT Abo / Testphase 4,39 €/Monat oder 26,90 €/Jahr Comics, Manga, komplexe Projekte und stärkere Cross-Device-Workflows

Der eigentliche Unterschied wird nach wenigen Monaten sichtbar. Wer CLIP STUDIO PAINT im PRO-Monatsmodell nutzt, zahlt nach rund vier Monaten bereits mehr als für Procreate. Das heißt nicht, dass Procreate automatisch besser ist, aber für viele Zeichnerinnen und Zeichner ist die Kostenlogik einfacher und fairer. Adobe Fresco ist dagegen interessant, wenn man zunächst ohne Kauf starten will und erst später entscheidet, ob ein kostenpflichtiger Ausbau überhaupt nötig ist.

Wofür sich die Ausgabe wirklich lohnt

Ich würde Procreate vor allem dann empfehlen, wenn jemand schnell und direkt arbeiten will. Die App ist stark bei Skizzen, Illustrationen, Concept Art, Handlettering und lockeren Animationsideen. Gerade im Alltag von digitalen Künstlern ist das wichtig, weil ein Werkzeug nicht nur technisch gut sein muss, sondern auch dann funktionieren sollte, wenn man mit wenig Reibung arbeiten möchte.

Für wen der Kauf besonders sinnvoll ist

  • Für Illustratoren, die hauptsächlich auf dem iPad arbeiten.
  • Für Einsteiger, die ein klares, leicht verständliches Werkzeug suchen.
  • Für kreative Menschen, die lieber einmal zahlen als dauerhaft ein Abo zu verwalten.
  • Für Lettering, Skizzenbücher, Farbstudien und visuelle Notizen.

Lesen Sie auch: Ausbildung Technischer Zeichner: Dein Weg zum Produktdesigner/Systemplaner

Wo die App an Grenzen stößt

  • Procreate ist rasterbasiert, also pixelbasiert. Das ist für Malerei und Illustration gut, aber nicht ideal für unendlich skalierbare Vektorgrafik.
  • Die App läuft nur auf Apple-Geräten. Wer Windows, Android oder eine echte Desktop-Umgebung braucht, ist hier schnell aus dem Raster.
  • Für sehr komplexe Comic- oder Publishing-Workflows kann eine spezialisierte Lösung praktischer sein.

Genau dieser Punkt ist wichtig: Nicht jede gute Zeichen-App ist automatisch die beste Investition. Wer später Vektoren, mehrseitige Dokumente oder einen plattformübergreifenden Workflow braucht, spart mit Procreate nicht zwingend Zeit oder Geld. Deshalb lohnt sich im nächsten Schritt ein Blick darauf, wie man unnötige Ausgaben vermeidet.

So vermeiden Sie unnötige Ausgaben

Viele Budgetfehler entstehen nicht beim App-Kauf, sondern beim Drumherum. Die App selbst ist überschaubar teuer, doch wer spontan Zubehör und Cloud-Abos dazukauft, zahlt am Ende deutlich mehr als nötig. Ich würde das Setup deshalb in Ruhe aufbauen und nur dann erweitern, wenn ein echter Bedarf sichtbar wird.

  • Kaufen Sie nicht die falsche App. Procreate für iPad und Procreate Pocket für iPhone sind getrennte Produkte. Wer auf dem Handy zeichnen will, braucht nicht automatisch die iPad-Version.
  • Starten Sie mit dem günstigeren Stift, wenn Sie den Workflow erst testen. Der Apple Pencil (USB-C) für 89 € reicht für viele Einsteiger völlig aus.
  • Planen Sie iCloud+ erst dann ein, wenn Ihre Projekte wachsen. Die ersten 5 GB sind kostenlos, 50 GB kosten 0,99 € im Monat. Für kleinere Projekte reicht oft die Gratisvariante.
  • Kaufen Sie keine Brush-Pakete aus Reflex. Procreate bringt bereits eine große Pinselbasis mit, zusätzliche Sets sind eher Geschmackssache als Pflicht.

Am Ende ist die Frage nicht, ob Procreate billig ist, sondern ob es für Ihr Arbeitsverhalten billig genug bleibt. Und genau da wird die Entscheidung meist überraschend klar.

Wann sich Procreate für Ihr Budget wirklich rechnet

Wenn Sie bereits ein iPad besitzen und digital zeichnen möchten, ist Procreate preislich sehr schwer zu schlagen. Für 14,99 € bekommen Sie ein starkes, ausgereiftes Zeichenwerkzeug ohne Abo und ohne laufende Softwarekosten. Das ist gerade in der digitalen Kunst ein echter Vorteil, weil sich kreative Tools schnell summieren, wenn jedes einzelne eine monatliche Gebühr verlangt.

Wenn Sie dagegen erst ins Apple-Ökosystem einsteigen müssen, sollte das Budget ehrlicher kalkuliert werden. Dann reden wir nicht nur über eine App, sondern über ein komplettes Setup. Für mich ist die Faustregel einfach: Als App ist Procreate günstig, als Einstieg in digitale Kunst ist es nur dann günstig, wenn das iPad schon da ist. Wer genau das im Blick behält, trifft am Ende die bessere Kaufentscheidung.

Häufig gestellte Fragen

Procreate für das iPad kostet einmalig 14,99 €. Es gibt keine Abonnements oder versteckten Gebühren. Dieser Einmalkauf ermöglicht Ihnen die dauerhafte Nutzung der App auf Ihrem iPad.

Ja, für das iPhone gibt es eine separate App namens Procreate Pocket. Diese kostet einmalig 6,99 €. Es ist wichtig zu beachten, dass dies eine eigenständige App ist und nicht im Kauf der iPad-Version enthalten.

Procreate läuft auf den meisten modernen iPads. Für ein optimales Zeichenerlebnis wird jedoch ein iPad mit Apple Pencil-Unterstützung empfohlen. Die Kosten für ein geeignetes iPad und den Apple Pencil sollten bei der Gesamtbudgetplanung berücksichtigt werden.

Procreate ist ein Einmalkauf, was es oft günstiger macht als Abo-basierte Alternativen wie CLIP STUDIO PAINT auf lange Sicht. Kostenlose Optionen wie Adobe Fresco bieten einen günstigeren Einstieg, können aber bei vollem Funktionsumfang ebenfalls Kosten verursachen.

Artikel bewerten

Bewertung: 0.00 Stimmenanzahl: 0

Tags

procreate kosten
procreate kosten ipad
procreate preis apple pencil
Autor Marc Kunz
Marc Kunz
Mein Name ist Marc Kunz und ich schreibe seit drei Jahren über Kunst. Meine Faszination für dieses Thema begann in meiner Jugend, als ich die Vielfalt und Ausdruckskraft der verschiedenen Kunstformen entdeckte. Ich interessiere mich besonders für zeitgenössische Kunst und deren Einfluss auf die Gesellschaft. In meinen Artikeln versuche ich, komplexe Konzepte verständlich zu machen und aktuelle Trends zu beleuchten. Ich lege großen Wert darauf, meine Informationen sorgfältig zu recherchieren und verschiedene Perspektiven zu vergleichen. Mein Ziel ist es, meinen Lesern nützliche und präzise Einblicke zu bieten, die ihnen helfen, die Welt der Kunst besser zu verstehen. Dabei achte ich darauf, dass meine Texte klar strukturiert und leicht zugänglich sind, damit jeder, unabhängig von seinem Vorwissen, etwas aus meinen Beiträgen mitnehmen kann.

Beitrag teilen

Kommentar schreiben